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Dem letzten DDR-Innenminister im Kabinett de Maizière, dem gelernten Melker und promovierten Juristen, P.-M. Diestel, gefällt die Meinungsäußerung in meinem Buch nicht, in der ich ihn als seinerzeit politisch Verantwortlichen für die Vernichtung eines Teils der Stasi-Akten in 1990 sehe, wie die Presse damals unisono bestätigte und worauf ich mich berief.

Siehe hier:

https://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/1995/0717/politik/0009/index.html

 

1993 hatte Diestel wegen dieser Aussage gegen den Verlag Hoffmann & Campe, den Publizisten Henryk M. Broder sowie gegen andere Verlage und Personen auf Unterlassung geklagt. 1995 wurde seine Klage vom OLG HH (3 U 183/94) gut begründet zurückgewiesen, was ihn allerdings nicht daran hindert, mir neuerlich eine Abmahnung mit Unterlassung zuzustellen.

Siehe hier:

http://www.presseanzeiger.de/meldungen/politik/273789.php
http://www.news4press.com/Diestel-(-letzter-DDR-Innenminister)-ve_434662.html

 

Herr Diestel bestreitet seine Mitverantwortung nach wie vor und will auch gegen mich prozessieren.

Er will, wie er mir schreibt, „jedem eins auf die Nuss hauen, der seine Lebensleistung falsch oder verleumderisch darstellt.“ Doch wie schrieb schon Carl von Ossietzky: „In Deutschland gilt derjenige als viel gefährlicher, der auf den Schmutz hinweist, als der, der ihn gemacht hat.“