wolfgang-welsch.com

     

Allen Besuchern und Lesern meiner Website und meinen Büchern, den unzähligen Schülerinnen und Schülern an Schulen in Deutschland und der Schweiz als Hörer meiner Vorträge, gleichermaßen den Studenten an Universitäten im In- und Ausland, den Zuhörern in Stiftungen und Parteien, wünsche ich ein gutes, gesundes und hoffnungsvolles Neues Jahr 2021.

Das wünsche ich auch allen vormals Verfolgten und Geschädigten des SED-Staates, die sich von den polarisierenden tiefen Rissen und Spaltungen einer identitätspolitischen Auseinandersetzung im zurückliegenden Jahr nicht irritieren ließen, die Ruhe bewahrt, Vernunft behalten und im erbitterten Streit um Positionen den demokratischen Grundkonsens nicht verlassen haben.
Nicht nur das Klima, die Flüchtlingspolitik oder die politischen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie erhitzten die Gemüter. Für mich unfassbar, das auch ehemals politische Verfolgte des SED-Regimes, Widerständler, politische Häftlinge, Bürgerrechtler der quasi „letzten Stunden“ einer menschenverachtenden Diktatur, die eine weltweit grassierende, die Volkswirtschaften schwer schädigende Pandemie mit steigenden Todesraten zu einem grippalen Infekt verharmlosen.
Die Auftritte mancher Bürgerrechtler, ‘Falschdenker‘ und alternativer Systemkritiker machen deutlich, wie leicht die gewachsenen Werte unseres demokratisch verfassten Staates verächtlich gemacht werden, wenn von einer Diktatur „wie in der DDR“ geschwafelt wird. Offenbar leben sie in einer Welt ‘alternativer Fakten‘. Das Ziel militanter Kritiker von links bis rechts liegt jedoch nicht im Detail politischer Maßnahmen, sondern im Systemwechsel. Aus einer anfänglich liberalen Skepsis wurde schleichender Staatshass. Eines muss jedoch festgestellt werden: Ihr exklusiver Wahrheitsanspruch ist nicht demokratisch. Verschwörungsglaube steht gegen überfüllte Intensivstationen.

Das Ende des vergangenen Jahres begann mit einem unglaublichen Sieg der Forschung. Entgegen aller Annahmen und Erwartungen steht den Menschen seitdem weltweit ein Vakzin zur Verfügung, das den Kampf gegen eine historische Corona-Pandemie aufnimmt und im Verlauf des Frühjahrs 2021 auch in Deutschland vielen Menschen zur Verfügung stehen wird.

Für mich verbindet sich damit die Hoffnung, meine Vortragstätigkeit an Schulen u.a. Institutionen zur Aufklärung und Aufarbeitung der SED-Diktatur in 2021 wieder aufzunehmen. In einer Zeit weggebrochener Auftritte und eingeschränkter Bewegungsfreiheit konnte ich die Zeit des Lockdowns nutzen und ein neues Buch zum Thema “Unrechtsstaat DDR“ schreiben.

 

Nachlese mit dem Regisseur des TV-Spielfilms "Der Stich des Skorpion", Stephan Wagner, dem Schauspieler Jörg Schüttauf und dem Autor Wolfgang Welsch.


Foto: Torsten Sasse


Foto: Torsten Sasse

Vom Mythos der guten HV A
Methoden und Machenschaften der DDR-Auslandsspionage

Eine Kooperationsveranstaltung der BStU mit dem Deutschen Spionagemuseum.
Ort der Veranstaltung: Stasi Zentrale Normannenstraße / Campus für Demokratie

Vortrag, Lesung, Gespräch
Nach 1990 wurde offenbar, dass die Agenten der HV A nicht nur im Ausland spioniert, sondern auch eng mit den Inlands-Abteilungen der Stasi zusammengearbeitet hatten.

Podiumsdiskussion
»Haus 22«, 19:00 Uhr
Begrüßung: Roland Jahn (Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen)
Podium: Dr. Wolfgang Welsch (Stasi-Opfer), Dr. Susanne Muhle (Stiftung Berliner Mauer), Joachim Lampe (Bundesanwalt a. D.), Prof. Dr. Daniela Münkel (BStU)
Moderator: Dr. Christopher Nehring (DSM)

Wir erinnern uns:

Naziregime 1933-1945
DDR-Regime 1949-1989

 

Hauptredner: Dr. Wolfgang Welsch
Gottesdienstleitung: Baruch Kogan
Liturgie: Kantor Jochanan Busch
Cello: Johannes König

 

9. November 2017

Gemeinsame Gedenkfeier in Karlsfeld/Obb.

Anlässlich des Gedenkens an die Reichspogromnacht vom 9. November 1938 und dem Gedenken an den 9. November 1989 gab es auf Initiative der jüdischen Gemeinde Karlsfeld einen Gedenkgottesdienst. Umrahmt vom Cellisten Johannes König, sprachen der Bürgermeister und Dr. Welsch zum Gedenken. Ein erster Höhepunkt des Gottesdienstes war das Gebet (Kaddisch) des Kantors Jochanan Busch, Berlin, zu Ehren der Opfer des Holocausts und der Opfer des Unrechtsregimes der DDR.

Rabbi Kogan, der eingangs den berühmten Satz von Baal Schem Tow „Vergessen ist Verbannung – Erinnern ist Erlösung“ zitierte, unterstrich in seiner Ansprache die Bedeutung des Gedenkens der Opfer des Naziregimes und der des Unrechtsregimes der DDR gleichermaßen.

 

  

Hier finden Sie Auszüge aus meiner Rede

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Vortrag am Junior Year Institut
an der Universität München

 
Organized by WAYNE STATE UNIVERSITY DETROIT/Michigan

Richard-Wagner-Str. 27 (Eingang Gabelsbergerstraße)
80333 München

Zum Thema “Widerstand im SED-Staat“

(Powerpoint Presentation in German Language)